GESCHICHTE

1960 – 2010: 50 JAHRE FRAUEN UNION KARLSRUHE-LAND


 

Es war noch in der Adenauer-Ära, als 1960 die "CDU-Frauenvereinigung" – wie der Zusammenschluss politisch aktiver Frauen zunächst hieß – im alten Landkreis Bruchsal gegründet wurde.

In Ettlingen gab es bereits von 1958 – 1962 eine Art Vorstufe einer Frauenvereinigung. Frau Oberstudiendirektorin Gertrud Zollner war dort federführend. Nach den Schrecken des 2. Weltkrieges mit Hungersnot, Flüchtlingselend und enormer Wohnungsnot, war es nach Meinung zukunftsorientiert denkender Frauen wichtig, dass sich auch Frauen um Politik kümmerten. Ihre Bereitschaft wuchs, Einfluss zu nehmen und Verantwortung auch außerhalb ihres häuslichen und beruflichen Umfeldes zu tragen.
Gleichwohl erkannten sie vor dem Hintergrund, dass Frauen die größte Wählergruppe der deutschen Bevölkerungdarstellten, dass Engagement innerhalb der politischen Arbeit der CDU das Gebot der Stunde war.

Die damalige Landtagsabgeordnete Dr. Hedwig Jochums kam nach Bruchsal und forderte die politisch interessiertenFrauen auf, in der Stadt und im gesamten Landkreis Bruchsal Ortsverbände der Frauenvereinigungzu gründen. Eingehend informierte Frau Jochums die Bruchsalerinnen über die Ziele der CDU-Frauenvereinigung. Die Pionierinnen der ersten Stunde waren Lioba Grillenberger, die Stadträtin Alice Friedrich, Anna Klump, Ruth Sengler und Maria Kieser. Die erste Gründung war in Bruchsal, Gründungsvorsitzende wurde Frau Alice Friedrich.
Da es keine Vorbilder gab und man nicht auf Erfahrungen zurückgreifen konnte, holte sich Alice Friedrich immer wieder Informationen bei Frau Dr. Jochums, die mittlerweile im Augustinum in Heidelberg lebte. Es folgte ein reger Austausch und inzwischen waren es schon 12 Frauen, welche die Anregungen der erfahrenen Politikerin in die Tat umsetzten.

Nach einiger Zeit übernahm Lioba Grillenberger den Vorsitz. Gemeinsam mit Maria Kieser und Ruth Sengler gingen die drei Frontfrauen daran, die CDU-Frauenvereinigung im damaligen Kreis Bruchsal aufzubauen. Veranstaltungen fanden in Bruchsal und in den Landgemeinden mit Dr. Franz Gurk, Dr. Helmut Artzinger und anderen Referenten statt. Besonders lag ihnen die Schulpolitik am Herzen. Sie sprachen den Frauen Mut zu, sich als Elternbeiräte wählen zu lassen und damit Einfluss auf die Bildungspolitik zu nehmen. Die Frauen verstanden, um was es ging und wurden auch im ländlichen Raum aktiv. Mitgliederwerbung und Hilfe bei den Wahlkämpfen standen auf dem Programm. In hervorragender Weise verstand es Lioba Grillenberger, namhafte Politiker nach Bruchsal zu holen, z.B. Hans Filbinger, Kurt-Georg Kiesinger, Frau Schwarzhaupt und Annemarie Griesinger.

Immer wieder waren Frauen aus Bruchsal und den Landgemeinden recht zahlreich vertreten. Reisen nach Berlin, Straßburg, Bonn und Stuttgart wurden organisiert. Die Frauen nahmen mit großem Interesse an Sitzungen der Parlamente teil...

 

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